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ethnoconsulting |
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Sommersemester
2009 Schamanen zwischen Tradition und Moderne – Grenzgänger der Globalisierung Schamanen oder Medizinmänner sind Bezeichnungen für religiöse Spezialisten in traditionellen Gesellschaften, die mit übernatürlichen und magischen Kräften ausgestattet sind. Ihre wichtigste Funktion ist deshalb die des Heilens. Daneben fungieren Schamanen auch als Wahrsager, Opferpriester, Leiter von Zeremonien, Hüter religiöser Traditionen, Mythenerzähler, Sänger, Tänzer und Künstler. Durch ihre grosse Erfahrung, mit jenseitigen Mächten wie Geistern und Dämonen zu kommunizieren, und ihr Wissen im Umgang mit halluzinogenen Drogen und Medizinen, liegen die Geschicke der Gemeinschaft in ihren Händen. Kein Wunder, dass er auf sein Schamanenamt gut vorbereitet wird. Dem langen Zeitraum der Unterweisung folgt eine Initiation, die von einer schweren psychopathologischen Krise begleitet wird. Danach ist er durch ekstatische Techniken befähigt, seine Seele auf Reisen zu schicken, um mit Himmelswesen in Kontakt zu treten. Der "Himmelsflug" des Schamanen wird als der älteste fassbare Ausdruck mystischen Erlebens betrachtet. In den letzten Jahren haben ethnomedizinische und ethnopsychologische Forschungen die Beziehungen zwischen Schamanismus und psychotherapeutischen Ansätzen aufgezeigt. Mittlerweile sind die Schamanen selbst in der Moderne angekommen. Die Vortragsreihe beleuchtet schamanische Initiationserfahrungen, Visionen und magische Praktiken, die Beziehung zu therapeutischen Ansätzen, ihr künstlerisches Schaffen sowie ihre Rolle als Grenzgänger zwischen Tradition und Moderne. 29. April 06. Mai 13.
Mai 20. Mai
Wintersemester
2008/2009 Abschiednehmen – Tod und Trauer in aussereuropäischen Kulturen Das Leben und der Tod gehören zu den Grundstrukturen der menschlichen Existenz. Vor allem der Tod und die Frage, was danach kommt, sind Mysterien, denen die Menschheit schon immer versuchte auf den Grund zu gehen. Für die meisten Gesellschaften steht ausser Zweifel, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Er wird nicht als endgültiges Ende betrachtet, sondern als Verwandlung in einen anderen Seinszustand. In den westlichen Kulturen wird einerseits die Fortexistenz nach dem Tod angezweifelt, andererseits ein Leben in der Hölle gefürchtet. In jedem Fall löst der Tod eines Menschen einen schmerzhaften Ablösungsprozess für die Hinterbliebenen aus, der durch Trauerzeremonien gemildert wird. Die Trennung der Seele aus der menschlichen Gemeinschaft und ihre Reise ins Totenreich gelten als krisenanfällig und müssen daher durch Rituale begleitet werden. In aussereuropäischen Kulturen sind sich die Welt der Lebenden und die der Toten sehr nahe. Trotz der Vielfalt an Vorstellungen vom Jenseits, von Todesursachen und Mythen gibt es dennoch häufig wiederkehrende Elemente, denen in der Vorlesungsreihe nachgegangen wird. 5. November 12. November 19. November 26. November
Sommersemester
2008
Erträumte
Räume - Exotische Welten des Tourismus "Wer eine Reise tut, der hat was zu erzählen". So geschieht es, wenn ein Reisender aus der Fremde zurückkehrt. Er nimmt einen temporären Ortswechsel vor, um etwas Neues kennen zu lernen. Doch er geht nicht ohne Gepäck. Was nimmt der Reisende eigentlich mit? Und was bringt er tatsächlich zurück? Reisen sind in den modernen westlichen Gesellschaften längst selbstverständlich geworden und in den Status eines unverzichtbaren Bedürfnisses aller aufgerückt. In der Regel wenigstens ein Mal im Jahr als fest eingeplanter Ausstieg aus dem Alltag, als unverzichtbarer Schrittmacher im Rhythmus des Jahres oder als gesicherter Zufluchtsort eines zeitlich "anderen" Lebens sind Reisen zu einer machtvollen Institution mit enormer wirtschaftlicher Finanzkraft aufgestiegen. Die individuellen Reisepläne und –ziele sind vielgestaltig und hängen von den Vorlieben, Vorstellungen, Einstellungen, Erfahrungen und den finanziellen Möglichkeiten jedes Einzelnen ab. Doch eins bleibt immer gleich: die Träume, die mit einer Reise verbunden sind. Bekanntlich ist die Vorfreude darauf die grösste Freude. Der Ort der Träume wird indessen nur ungern intellektueller Reflexion unterzogen. Denn Träume können platzen. Die
Vortragsreihe befasst sich mit den Traumvorstellungen und den
Sehnsuchtsorten, also den sozialen Konstruktionen der Reisenden, aber
auch mit den Menschen, die in den exotischen Landschaften leben. Unter
anderem wird dabei folgenden Fragen nachgegangen: Wie werden die Träume
erzeugt, mit welchen Mitteln unterstützt die Tourismusindustrie die
Traumfabrik, wie erleben die Menschen vor Ort die erwartungsvollen
Besucher, welche Wünsche verbinden sich bei ihnen mit den finanzkräftigen
Touristen, gibt es Überschneidungen? Und verändert das Reisen? 29.
April 2008 06.
Mai 13.
Mai 20.
Mai
Wintersemester 2007/2008 Haare, Haut, Hormone - Sexualität und Körper in aussereuropäischen Kulturen Dem menschlichen Körper wird seit jeher grosse Aufmerksamkeit geschenkt. Er wird geschmückt, gestaltet, betont und bedeckt. Manipulationen am Körper haben eine lange Tradition und sind weltweit mit Ritualen verknüpft. Dabei dient er als Instrument und Projektionsfläche sozialer und religiöser Bedeutungen. Die in der westlichen Welt in Mode gekommenen Tätowierungen und Piercings sind indessen losgelöst von religiösen Traditionen, aber nicht minder bedeutungsvoll für das Individuum. Der Haut kommt dabei die wesentlichste Rolle zu. Haare sind gleichermassen gesellschaftlich wie emotional besetzt. So zeugen Modifikationen an Haut und Haar von Schönheitsidealen, Identitäten und Status innerhalb einer Gesellschaft. Die Sexualität ist dabei ein Schlüsselthema. Die vermeintliche Freizügigkeit in der Darstellung von Körpern in den westlich geprägten Gesellschaften macht unterdessen neugierig auf den Umgang mit Sexualität und Körper in verschiedenen Kulturen. Anhand von Mythen, in denen eine wilde aber bisweilen bösartige erotische Phantasie vorherrscht, wird dieser Frage nachgegangen. 14.
November 2007 21. November 28.
November
Wintersemester 2006/2007 Kultur, Natur und Globalisierung in Lateinamerika - Perspektiven aus indianischer Sicht Die Vorlesung stellt
die indianische Perspektive zur nachhaltigen Entwicklung von Kultur
und Natur in Zeiten der Globalität in den Mittelpunkt der
Betrachtung. Mittwoch 8.
November Mittwoch 15.
November Mittwoch 29.
November
VORTRÄGE
Dienstag,
10.06.2008, 17.45-19.15 Uhr in F (Hörsaalgebäude) Vorträge 2008 Globalisierung in Lateinamerika - Perspektiven aus indianischer Sicht Der Globalisierungsprozess ist kein neues Phänomen. Tatsächlich besteht er für Lateinamerika bereits seit mehr als 500 Jahren. Viele indianische Völker haben nach einer langen Phase der Agonie begonnen, den nationalen Gesellschaften ihre eigenen Vorstellungen zur nachhaltigen Entwicklung von Kultur und Natur entgegen zu setzen. Dienstags,
19.30-21.15 Uhr Umweltwahrnehmung und -management bei Fischern am Amazonas
1.-4. März
2007
www.lai.at/wissenschaft/suedamerikanistinnentreffen-2007
KURSE Land und Leute im Unterricht – Der eurozentrische Blick auf fremde Kulturen Der Kurs richtet sich vor allem an LehrerInnen verschiedener Fachrichtungen (Geografie, Ökologie, Fremdsprachen, Religion, Geschichte, Philosophie, Kunst), die völkerkundliche Themen in den Schulunterricht einbringen möchten. Zum Kennenlernen fremder Regionen gehört zugleich die Betrachtung der dort lebenden Bevölkerung mit ihren speziellen Lebens-, Arbeits- und Denkwelten sowie religiösen Anschauungen und künstlerischen Ausdrucksformen. Schulbücher vermitteln oft ein einseitiges und eingeschränktes Bild jener Kulturen, da sie auf westlichen Wertvorstellungen gegenüber anderen Menschen und Lebensstilen beruhen. Der Kurs sensibilisiert für weit verbreitete Vorurteile in Schulbüchern und Medien. Gleichzeitig werden kulturelle Aspekte fremder Kulturen thematisiert. Dabei werden Anregungen für den Umgang mit diesen Themen im Unterricht gegeben. Zielpublikum: Lehrpersonen der Fachgruppen Geografie, Ökologie, Geschichte, Religion, Kunst, Fremdsprachen sowie weitere Interessierte Datum: Samstag 21. März 2009, 9-17 Uhr Kursort: steht noch nicht fest Kursleitung: Sabine August, M.A., Völkerkundlerin, Geografin, Lehrbeauftragte für öffentliche Vorlesungen HSG Anmeldefrist: 9.03.2009 bei http://www.webpalette.ch/dyn/165240.asp Aussenseiter-Kunst - Begegnung mit ver-rückten Welten Das Museum im Lagerhaus
beherbergt eine bedeutende Sammlung von naiver Kunst, art brut,
Bäuerlich Naiven und Aussenseiter-Kunst. Sie zeichnet sich aus durch
Phantasie und Erzählfreude sowie Schöpfungskraft und expressiven
Gestaltungswillen. Diese Kunst lässt sich jedoch kaum kulturellen,
ästhetischen, technischen und formalen Konventionen unterordnen. Das
zeigt sich in der Wahl der Materialien, Orte und Themen. So haben die
Künstler eine sehr eigenwillige Bildsprache und unverwechselbare
Ausdrucksformen gefunden. Für Lehrpersonen der Fachgruppe Kunst sowie weitere Interessierte Teilnehmerzahl (min/max): 10/30 Im Samstags
26. April 2008
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